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Bienensterben: Langsam wissen die Behörden genug

Jede zweite Honigprobe enthält eine Neonicotinoid-Konzentration, welche Bienen schadet. Das zeigt eine neue Studie in «Science».

Insektizide der Gruppe der Neonicotinoide schaden einem grossen Teil der Bienen und anderen Blütenbestäubern. Zu diesem Resultat kommt eine am 6. Oktober in der Fachzeitschrift «Science» publizierte Studie von Wissenschaftlern der Universität Neuenburg und des Botanischen Gartens Neuenburg. mehr

infosperber.ch: Sonntag, 08. Oktober 2017 – 12:59

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Syngenta gegen EU-Pestizidverbot

Es wird immer noch zu wenig gegen das Bienensterben als Folge von Pestiziden unternommen.

Seit den 90er Jahren geht der Streit schon um die Frage der Schädlichkeit von Neonicotinoiden. Unzählige Studien von namhaften Hochschulen und wissenschaftlichen Instituten belegen einwandfrei: die einschlägigen Pflanzenschutzmittel sind Gift für die Bienen.

Unsere Behörde verschanzt sich hinter einem Moratorium. Die EU wird aller Wahrscheinlichkeit nach noch dieses Jahr ein totales Verbot der Neonicotiniode beschliessen.

Hr. Friywald von Syngenta behauptet, Pflanzenschutzmittel – u.a. Neonicotinoide – beeinflussten die Bienengesundheit. Ja, gewiss. Sie zerstören diese.

Auszug aus einem  Artikel der Bauernzeitung vom 11. September 2017

Erik Fyrwald, seit etwas mehr als einem Jahr an der Spitze des weltweit grössten Pflanzenschutzherstellers, kritisiert, dass der Einfluss von Neonikotinoiden überschätzt werde. «Es gibt zahlreiche Faktoren, welche die Bienengesundheit beeinflussen», sagt er. «Einer davon sind Pflanzenschutzmittel. Deshalb ist es für uns erstaunlich, dass sich die Diskussion hauptsächlich um Pestizide und speziell um Neonikotinoide dreht.»

Der Syngenta-Chef verweist auf von der EU-Kommission gesammelte Daten aus Feldstudien und Berichten von Imkern. Tatsächlich zeigen diese, dass Krankheiten wie etwa die Amerikanische Faulbrut oder Parasiten wie die Varroa-Milbe weitaus schädlichere Auswirkungen auf die Bienengesundheit haben als Pestizide. Er plädiert dafür, die Themen Bienengesundheit und nachhaltige Landwirtschaft ganzheitlich anzugehen. Es sei falsch, Neonikotinoide isoliert zu betrachten.

Abhängig von gesunden Bienen

Nach Ansicht von Fyrwald sollte man viel mehr die Frage stellen, welche Auswirkungen ein Totalverbot auf die Landwirtschaft hätte, auf welche Alternativen Bauern zurückgreifen und wie sich diese im Vergleich zu Neonikotinoiden auf die Bienengesundheit und die Umwelt auswirken würden. Er hoffe, dass die Gesetzgeber einsehen werden, dass sie mehr Daten brauchen, bevor sie über ein derart weitreichendes Verbot entscheiden können.

Grossen Wert legt Fyrwald auf die Feststellung, dass die grosse Mehrheit von Syngentas Saatgutgeschäft abhängig sei von gesunden Bienen. «Wenn wir glauben würden, dass Neonikotinoide ein Problem für die Bienengesundheit wären, würden wir sie nicht verkaufen», sagt er.

Syngenta hat andere Produkte

Weniger Sorgen macht sich der Syngenta-Chef über die Folgen für das eigene Geschäft. «Neonikotinoide sind ein wichtiges Produkt für uns. Ein Verbot würde aber nicht die gesamte Gewinnstruktur oder die Position unseres Unternehmens verändern», sagt Fyrwald. «Wir haben andere Produkte und eine Reihe anderer Mittel, die wir verkaufen.»

Zu konkreten Umsatzzahlen halten sich Bayer und Syngenta bedeckt. «Wir veröffentlichen keine Umsatzzahlen zu einzelnen Wirkstoffen oder Produkten», heisst es unisono. Nach Angaben von Syngenta macht der Verkauf von Neonikotinoiden in der EU weniger als ein Prozent des Konzernumsatzes von 12,8 Milliarden Dollar aus.

1.7 Milliarden

Laut einer Bayer-Studie erzielte Syngenta 2009 mit Thiamethoxam weltweit knapp 630 Millionen Dollar Umsatz. Bayer Cropscience nahm mit Imidacloprid und Clothianidin knapp 1,1 Milliarden Dollar beziehungsweise knapp 440 Millionen Dollar ein. Aktuellere Zahlen liegen nicht vor.

Der weltweite Insektizidmarkt wird auf etwa 4 Milliarden Dollar geschätzt. 1,64 Milliarden Dollar davon entfallen gemäss den im Jahresbericht 2016 ausgewiesenen Zahlen auf Syngenta. Das entspricht knapp 13 Prozent des Gesamtumsatzes des Agrochemiekonzerns. zum Artikel

schweizerbauer: 11. September 2017

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Kanton St.Gallen verschärft Kontrolle von Bienen-Importen

Im Kanton St.Gallen werden unbewilligte Importe von Kunstschwärmen neu rigoros geahndet. «Der Importeur muss mit Auflagen und Verwaltungskosten rechnen», schreibt das St.Galler Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen (AVSV). Gewarnt wird zudem vor dem Schmuggel von Bienenköniginnen in die Schweiz, sogenannten «Hosensack-Importen». Mehr

mellifera.ch; 27. Januar 2017

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Imker kippen tote Bienen vor Firmensitz von Bayer

Brandenburger Bauern und Imker haben am Mittwoch vor dem Berliner Sitz des Chemiekonzerns Bayer gegen die Fusion mit dem Saatguthersteller Monsanto demonstriert. Dabei wurden Tausende tote Bienen aus Eimern auf den Bürgersteig gekippt. Mit der Aktion wollten Imker auf das verheerende Bienensterben aufmerksam machen, das nach ihrer Auffassung durch den großflächigen Einsatz von Pestiziden verursacht wird. Landwirte kritisierten eine zunehmende Marktkonzentration auf dem Agrarsektor. Die Veranstalter sprachen von rund 50 Teilnehmern. Erfahren Sie mehr.

märkischeonlinezeitung; 18. Januar 2017

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Blühstreifen für die Bienen

Zwei Jahre nach der Gutheissung des Nationalen Massnahmenplans für die Gesundheit der Bienen, werden Blühstreifen als Sofort-Massnahmen gefördert. Zudem laufen verschiedene wissenschaftliche Projekte und Initiativen, um die Bienengesundheit nachhaltig zu verbessern und die Bestäubungsleistung zu sichern. Mehr …

Naturschutz.ch; 2. Dezember 2016

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UN-Gipfel gegen Artenverlust

UN-Gipfel will Artenverlust bekämpfen

Der Artenschwund weltweit ist dramatisch – und oft vom Menschen verursacht. Der UN-Artenschutzgipfel sucht Rezepte für eine Trendwende. Umweltschützer fordern weniger Pestizide und Gentechnik.

Bienen spielen im Öko-System weltweit eine wichtige Rolle

Ohne die Bienen kann die ganze Nahrungskette der Menschen aus den Fugen geraten. 75 Prozent der Nahrungspflanzen und 90 Prozent der wildwachsenden Blütenpflanzen werden nach Auskunft des Weltrats für Biodiversität von Tieren bestäubt. In einigen Regionen seien jedoch mehr als 40 Prozent der Bienen- oder Schmetterlingsarten gefährdet.  „Bestäubung ist unverzichtbar für das Funktionieren von Ökosystemen und zur Produktion von Lebensmitteln in allen Erdteilen“, sagt Günter Mitlacher von der Umweltstiftung WWF. Doch die Bienenzahl verringere sich vielerorts dramatisch, gerade durch den Pestizideinsatz. Daher will Mitlacher beim UN-Artenschutzgipfel im mexikanischen Cancún unter anderem für einen globalen Bienen-Schutzplan kämpfen. Dort geht es aber um viel mehr.

mehr dazu bei wetter.de

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Bienen-Gesundheit auf Kurs?

Grösseres Nahrungsangebot, schärfere Vorschriften für Pflanzenschutzmittel, Überwachung der Population: Die vor zwei Jahren verabschiedeten Sofortmassnahmen für die Gesundheit der Bienen fruchten. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht des Bundesrats.

Die hohen Winterverluste, auch Bienensterben genannt, waren der Auslöser für den Entscheid des Bundesrats, im Jahr 2014 gezielt Massnahmen zur Förderung der Bienengesundheit zu ergreifen. Eine Umfrage bei mehr als 1000 Imkern hatte gezeigt, dass die Verluste über den als normal geltenden 10 Prozent liegen. Lesen Sie mehr.

Schweizerbauer.ch; 3. Dezember 2016

Leider immer noch kein absolutes Verbot der Neonicotinoide! Die überkommenen und z.T. schädlichen Produktionsverfahren der Bauern werden auch weiterhin in jeder erdenklichen Form  geschützt! Der Bundesrat übt sich wie so oft einmal mehr im Schönreden der Probleme! Die Bienenwelt ist noch längst nicht in Ordnung, Herr JSA.

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Imker fordern Verbot von für Bienen tödliche Pflanzenschutzmitteln

Die Schweizer Imker fordern ein Verbot von drei für Bienen besonders giftigen Pflanzenschutzmitteln. Diese Neonikotinoide seien bereits heute nur beschränkt zugelassen, schreibt ihr Dachverband. Zum Wohle von Bienen, Umwelt und Landwirtschaft brauche es ein Verbot.

Imidacloprid, Thiamethoxam und Clothianidin heissen die drei Mittel, für die der Verband apisuisse ein Totalverbot verlangt. Erfahren Sie mehr.

bz Basel, 21. November 2016

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Einsatz von Insektengift sinkt kaum

Neonikotinoide schaden Bienen. Grüne kritisieren die Bundesregierung

Berlin. Die Menge der in Deutschland eingesetzten Insektizide aus der Gruppe der Neonikotinoide ist trotz Teilverboten kaum zurückgegangen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor. Demnach wurden im Jahr 2013 in Deutschland 200 Tonnen der Gifte abgesetzt, 2014 sogar 207 und im vergangenen Jahr 203 Tonnen. Studien belegen die schädliche Wirkung der Neonikotinoide auf Bienen, Schmetterlinge und andere Tiere.

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hamburger abendblatt: 4.10.2016